Jean Assenmacher

Jean AssenmacherUnser Heimatdichter Jean Assenmacher wurde am 3. März 1914 in Oberdollendorf geboren. Nach dem Besuch der achtklassigen Volksschule erlernte er den Beruf eines Malers und Anstreichers, den er bis 1977 ausübte. Wenn er als eine der bedeutenden Persönlichkeiten bzw. als Original seines Heimatortes, der Stadt Königswinter und der Region bezeichnet werden kann, so ist das seinem Entschluss zu verdanken, sein Hobby zu seinem Lebenswerk zu machen: Ab 1960 betätigte er sich als Autodidakt publizistisch. 1968 wurde er freier Mitarbeiter der Siebengebirgszeitung.

Amanda und JodokusBis zu seinem Tod am 29. Januar 1994 hatte er ca. 30 Bücher, Broschüren und Festschriften verfasst. Er ist Autor von über 150 oft sehr humorvollen Kurzgeschichten und Erzählungen – dabei trat das Ehepaar Assenmacher als „Amanda und Jodokus“ auf - , von zahlreichen heimatgeschichtlichen Publikationen und Beiträgen in Zeitschriften.

Dolldep on Dolldep is zweierleiMit dem Büchlein „Dolldep on Dolldep eß zweierlei“ durfte der Heimatverein Oberdollendorf und Römlinghoven zum ersten Mal 1985 einen Titel von ihm veröffentlichen. Da er die Mundart besonders liebte, folgten bald drei kleine Wörterbüchlein, in denen er viele Begriffe und Redewendungen humorvoll interpretiert hat. Insgesamt haben wir sieben Bücher von ihm verlegt, von denen wir auch heute noch einige im Buchhandel oder im Museumsshop anbieten können. Jean Assenmacher ist außerdem durch viele Federzeichnungen und Illustrationen bekannt geworden. Seine Texte hat er oft mit seinen Zeichnungen illustriert, die immer wieder ein Schmunzeln hervorrufen.

BildKurz vor seinem Tod stiftete er im November 1993 den „Jodokus-Heimatpreis“, den wir jährlich bei einem Quiz als Wanderpokal ausspielen, und er ermunterte uns, regelmäßig im Herbst einen „Heimatabend“ zu veranstalten. Für seine Verdienste um die Darstellung der Heimatgeschichte in Wort und Bild, die Pflege des Brauchtums und der Mundart wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Rheinlandtaler ausgezeichnet. Die Stadt Königswinter würdigte ihn mit der Aufnahme in den „Orden wider den quälenden Durst“. Beim Heimatverein wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.